Reisebüro versagt spektakulär

Ca. ein Jahr im Voraus wurde auf Grund einer Annonce eine Schiffsreise Australien/Neuseeland einschl. 3 Tagen Aufenthalt in Sydney für zwei Personen bei MeinKapitän gebucht (Reisepreis 6598 €) und die geforderten 40 % des Reisepreises gezahlt. Offizieller Reisebeginn war der 13.11.2017 ab Berlin. Die Reiseunterlagen sollten ca. 7 Tage vor Reisebeginn in Dresden eintreffen. Tatsächlich traf die erste Reiseinformation am 10.11.2017, 19 Uhr, per E-Mail ein und enthielt ein vorgezogenes Abflugdatum 12.11., 19:25 ab Berlin-Tegel. Eine Zustellung in Papierform entfiel ganz. Zuvor war von mir tagelang vergeblich versucht worden, Auskunft über die Reiseunterlagen zu erhalten. Die dabei mit der “Service-Hotline” gemachten Erfahrungen erbrachten Nichts außer Frust und fast schon Verzweiflung (endlose Telefonschleife, Vertröstungen, Falschinformationen).
Solchermaßen gestartet, kam der nächste Schock am Check-In-Schalter des Flughafens. Da (im Gegensatz zu anderen Reisenden wie sich später herausstellte) wir keinerlei Hinweis erhalten hatten, dass für Australien ein elektronisches Einreisevisum erforderlich ist, musste dieses von einer Servicestelle im Flughafen kurzfristig via Internet beschafft werden. Statt kostenfreier Selbstbeschaffung entstanden 80 € Zusatzkosten.
Ähnlich chaotisch ging es weiter: keine Information über in Peking nötigen Wechsel des Flughafenterminals (ca. 15 km entfernt), ebenfalls keine Info, dass der Weiterflug nach Sydney von einem anderen Carrier (Quantas statt China Eastern) als im Voucher angegeben ausgeführt wird, keine Hinweise, wie langer Zwischenaufenthalt in Peking (12 h) überbrückt werden kann, Ausfall des Transfers vom Flughafen in Sydney zum “Hotel”, statt “3-Sterne-Hotel mit Frühstück” lt. Annonce –> Unterbringung in 1*-Motel außerhalb der City und mit spärlichen Zutaten im Kühlschrank zur Selbstbereitung des Frühstücks auf dem Zimmer, keine bzw. unbrauchbare Information (Zeitpunkt und genauer Treffpunkt fehlten) über den Start des in der Annonce enthaltenen Ausflugs in die Blue Mountains (musste auf eigene Kosten und in eingeschränkter Form [Bahn statt Bus, keine deutsche Reiseleitung, keine Seilbahnfahrt, …] organisiert werden), Ausfall des Transfers vom Motel zum Schiff. Aus Sydney keine Erreichbarkeit der Service-Hotline, insbesondere wurden sämtliche E-Mails ignoriert.
Nach Reiseende wurde am 13.12.2017 schriftlich (Einschreiben mit Rückschein) Beschwerde eingelegt und die Auslagen zurückgefordert, die zur Kompensation der Fehlleistungen erforderlich waren. Dabei wurden “entgangene Urlaubsfreuden”, hervorgerufen durch tagelangen Stress, im Normalfall unnötige Eigeninitiativen zur Realisierung der Reise und damit verbundenen Verlusten an Erholungszeiten noch nicht einmal in Rechnung gestellt. Trotzdem gab es bis heute (22.1.2018) keinerlei Reaktion des Reiseveranstalters, vor dem man nur eindringlich warnen kann. Auch eine am 3.1.2018 versandte Erinnerungs-E-Mail blieb ohne Antwort.